Wenn ein Tier krank ist, dann geht man zum Tierarzt. Dort wird es in der Regel schulmedizinisch behandelt und versorgt, so dass es ihm hoffentlich bald besser geht. Leider haben jedoch etliche schulmedizinische Medikamente beträchtliche Nebenwirkungen und gerade bei chronischen Erkrankungen stößt man irgendwann an Grenzen. Oft landen schulmedizinisch austherapierte Fälle dann beim Tierheilpraktiker, der auf naturheilkundlichem, sanftem und meist nebenwirkungsfreiem Weg behandelt. Der letzte Strohhalm!

Aber auch ohne dass eine schulmedizinische Vorgeschichte vorliegt, wenden sich viele Tierhalter immer mehr der Alternativmedizin zu. Ein Tierheilpraktiker nimmt sich Zeit für das Tier, die Behandlungstermine dauern sehr viel länger und er schaut sich das Tier unter ganzheitlichen Gesichtspunkten an, nämlich nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der seelischen Ebene. Ziel der naturheilkundlichen Behandlung ist es, die inneren Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken, so dass der Körper in der Lage ist, sich selbst zu helfen. Es werden keine Symptome mit Medikamenten unterdrückt, sondern die Ursache beim Schopf gepackt und behandelt. So fällt z.B. ein großer Teil der Behandlungen dem Thema Entgiftung, Abhärtung, Aufbau des Immunsystems und dem Setzen gezielter Reize durch Heilpflanzen, Akupunktur oder Homöopathie zu. Zur Stimulierung der Selbstheilungskräfte werden mild wirkende, natürliche Arzneien ohne schädliche Nebenwirkungen verwendet.
Jeder Tierheilpraktiker behandelt mit einem gewissen Schwerpunkt, in dem er besonders gut ist. Im Folgenden eine kurze Erläuterung der verschiedenen möglichen Therapiegebiete:

Therapiegebiete des Tierheilpraktikers

Durch Nadeleinstiche (Lat.: Acus = Nadel , punctura = Einstich) werden Nervenfasern stimuliert, um so Blockaden, Einschränkungen oder Störungen im Fluss der Lebensenergie (Qi) zu behandeln.

Bücher zu Akupunktur für Tiere

Der britische Arzt Dr. Ewald Bach fand in den 1930er Jahren heraus, dass jeder Krankheit eine Störung der Seele zugrunde liegt. Mit Hilfe der 38 Blütenessenzen, die jede für eine seelische Disharmonie steht, soll dem Körper die Möglichkeit gegeben werden, sein inneres Gleichgewicht wieder herzustellen und die Seele mit dem Körper in harmonischen Einklang zu bringen.

Bachblüten für Hunde
Bachblüten für Katzen
Bachblüten für Pferde

Jeder Körper sendet harmonische (gesunde) oder disharmonische (kranke) elektromagnetische Wellen aus. Diese werden von einem Bioresonanz−Gerät mittels Elektroden aufgefangen, verändert und dem Körper wieder zurückgeführt. So sollen die krankhaften Wellen eliminiert / in gesunde Wellen umgewandelt werden und der Körper wieder in sein Gleichgewicht gelangen. Die Bioresonanztherapie aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers.
Die Blutegeltherapie gehört zu den ausleitenden Verfahren. Die Blutegel werden auf entzündete Stellen gesetzt, wo sie beißen und das Blut sowie Schadstoffe heraussaugen. Hierbei geben sie einen keimtötenden, entzündungshemmenden und gerinnungshemmenden Stoff (Hirudin) ab. Die Fließeigenschaft des Blutes wird verbessert. Bevorzugt werden Blutegel bei Erkrankungen des Bewegungsapparates zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung eingesetzt. Aber auch schlecht heilende Wunden, Abszesse und Furunkel können durch Blutegel schneller zur Heilung kommen.

Schmerzlinderndes und entzündungshemmendes bei Erkrankungen des Bewegungsapparates:

Für Hunde
Für Katzen
Für Pferde

Dies ist eine vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann um 1796 begründete Heilmethode, die auf dem Grundsatz „Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt" beruht (homoios = ähnlich und pathos = Leiden). Lt. Hahnemann sind die Symptome einer Krankheit Selbstheilungsversuche des Körpers. Homöopathisch potenzierte Wirkstoffe (mineralischen, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs) auf Globulis oder in flüssigen Verdünnungen sollen diese Symptome nicht beseitigen, sondern leicht verstärken, um so die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Es kann deshalb anfangs zu einer Verschlimmerung der Beschwerden kommen, die jedoch anzeigt, dass das richtige Mittel gewählt wurde.

Homöopathie bei Hunden
Homöopathie bei Katzen
Homöopathie bei Pferden

Die Zellen in krankhaftem Gewebe (z.B. bei Sehnenverletzungen, Muskelschäden oder Wunden) benötigen zur Heilung verstärkt Energie. Diese wird dem Körper durch bündeln von Lichtstrahlen mittels Laser bei der Lasertherapie zugeführt und bereitgestellt. Die Heilung kann somit beschleunigt werden. Das Gewebe kann durch den Einsatz von Laserstrahlen unterschiedlich beeinflusst werden. Hierbei spielen die Intensität der Strahlen, die Wellenlänge und die Pulsdauer, sowie Pulsfrequenz eine Rolle. Durch die entstehende Erhitzung und Verdampfung des Gewebes entsteht eine Wechselwirkung, die das energetische Gleichgewicht wieder herstellt und die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Bücher über Lasertherapie / Laserakupunktur bei Tieren

Auch hier sollen durch den Einsatz von Magnetfelddecken und −gamaschen die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Beliebte Einsatzgebiete sind akute Verspannungen der Muskulatur, Probleme des Bewegungsapparates oder chronische Erkrankungen. Durch die gezielt eingesetzten Magnetfelder wird der Zellstoffwechsel angeregt. Dies beschleunigt den Abtransport von Zellschlacken und erhöht damit den Sauerstoffgehalt in den Zellen und fördert die Durchblutung.
Funktionsstörungen der Muskeln, Nerven und Gelenke, Blockaden der Wirbelsäule, sowie Störungen des Bewegungsablaufes können mittels Manueller Therapie diagnostiziert und behandelt werden. Gelenke, die noch intakt sind, jedoch in ihrer Funktion eingeschränkt sind, sollen wieder zur Beweglichkeit kommen, so dass Schmerzen gelindert werden. Die Manuelle Therapie mobilisiert Gelenke, dient der Dehnung verkürzter Muskelstrukturen und kräftigt die geschwächten Muskelgegenspieler. All dies wird durch den simplen Einsatz der Hände (Manus = Hand) bzw. spezieller Handgriffe erreicht.

Bücher über Manuelle Therapie für Tiere

Dysfunktionen der Gelenk− und Gewebemobilität sind die Behandlungsschwerpunkte der Osteopathie. Osteopathie bedeutet Knochenleiden (Gr.: ostéon = Knochen und páthos = Leiden). Ein Osteopath untersucht seinen Patienten manuell, begreift den Körper als ganzheitlicher Einheit aus Körperflüssen und −systemen, die alle voneinander abhängen, spürt Blockaden oder Störungen auf und löst diese dann durch bestimmte Techniken auf. Die Wiederherstellung der kompletten Funktionsfähigkeit des Körpers ist das Ziel der Osteopathie. Dieses wird durch die manuelle Beseitigung der Störfelder oder Bewegungsverluste erreicht. Hierbei ist es egal, um welches Gewebe es sich handelt.

Bücher über Osteopathie bei Tieren

„Krankengymnastik für das Tier" so kann man die Physiotherapie für Tiere ganz einfach umschreiben (Physio = Natur). Gestörte Bewegungsabläufe und Körperfunktionen werden durch manuelle reizsetzende, manipulierende oder regulierende Techniken, speziellen Gymnastikübungen aber auch mit physikalischen Hilfsmitteln behandelt. Die Physiotherapie kombiniert das Wissen uralter natürlicher Heilmethoden (Licht, Luft, Wasser und Wärme), beschäftigt sich nicht nur mit akuten Verletzungen sondern vor allem mit der Krankheitsursache, die zu Bewegungseinschränkungen führt und der Vorbeugung von Verschleißerscheinungen. Auch hier werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, Schmerzen gelindert und der gesamte Trageapparat gestärkt. Die Physiotherapie umfasst nicht nur manuelle Therapien (Dehnungen, Techniken der Osteopathie und Chiropraktik, Lymphdrainage, Massage), sondern auch verschiedene Wasseranwendungen (Hydrotherapie), Trainingstherapie und Gymnastik (Bewegungstherapie), sowie Elektrotherapien mittels Laser, Magnetfeld, Ultraschall und TENS.

Büchern über Physiotherapie:

Für Hunde & Katzen
Für Pferde

„Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen" sagt ein Sprichwort. In der Pflanzenheilkunde werden ganze Pflanzen oder Pflanzenteile (Blüten, Blätter, Samen, Rinden, Wurzeln) als Heilmittel verwendet. Isolierte Einzelstoffe kommen nicht zum Einsatz. Die therapeutische Anwendung aus diesen Ausgangsstoffen, die in der Pharmazie „Drogen" genannt werden, erfolgt dann z.B. als Tee, Aufguss, Tinktur oder Extrakt, sowie in getrockneter Form oder Pulver als Futterbeigabe.

Pflanzen und Kräuter für Hunde
Pflanzen und Kräuter für Pferde
Bücher über Heilkräuter

Der homöopathische Arzt Wilhelm Heinrich Schüssler begründete im 19. Jahrhundert die Schüssler Salz Therapie. Dr. Schüssler sah in vielen Krankheiten als Ursache einen bestimmten Mineralstoffmangel an. Führt man dem Körper nun die fehlenden Mineralstoffsalze in potenzierter Form wieder hinzu, so findet er wieder in sein Gleichgewicht zurück. Die Basis bilden 12 Hauptsalze, dazu kommen weitere 12 Ergänzungssalze. Durch Schüssler Salze wird die Aufnahme eines Nährstoffes aus der Nahrung unterstützt. Funktionsstörungen in den Zellen, die durch Mineralstoffmangel entstanden sind, können durch das fehlende Mineralsalz behoben werden. Wichtig zu wissen ist, dass die Salze nicht dem Auffüllen des Mineralspeichers in den Zellen dienen. Vielmehr unterstützen sie die Aufnahme und Verstoffwechselung von lebenswichtigen Substanzen (z.B. Vitamine, Eiweiße, Kohlenhydrate), damit diese überhaupt in den Zellen ankommen, aufgeschlossen und verarbeitet werden können.

Schüssler Salze für Hunde
Schüssler Salze für Katzen
Schüssler Salze für Pferde

Krankhaftes, posttraumatisches Verhalten und neurotische Störungen (z.B. Angst, Stressreaktionen, Unsauberkeit, Hyperaktivität, Aggression gegenüber Artgenossen oder/und Mensch) sind oft die Folge einer erlernten Fehleinstellung. In der Verhaltenstherapie soll das Tier lernen, unerwünschtes sich selbst und andere schädigendes Verhalten zu ändern, seine innere Ruhe, seelisches Gleichgewicht und Selbstvertrauen wiederzufinden. Hierzu werden zuerst Halter und Tier miteinander/untereinander in ihren Interaktionen betrachtet. Während der darauf folgenden Verhaltenstherapie lernt das Tier unerwünschtes psychisch oder psychosomatisch begründetes Verhalten zu ändern.

Links Bücher und Hilfe zur Stärkung von Psyche & Nerven:

Schüssler Salze für Hunde
Schüssler Salze für Katzen
Schüssler Salze für Pferde

Fachliteratur für Tierheilpraktiker finden Sie hier.